Einladung

Liebe Freunde, Überall auf der Erde sehen wir immer mehr Hochwasser, immer mehr Dürren, immer mehr Stürme. Menschen sterben, Gemeinden werden zerstört – die Folgen des Klimawandels, die wir jetzt schon erleben, gehen über alles hinaus, was wir bisher gesehen haben. Aber weil die Erde so groß ist, ist es für die meisten Menschen schwierig, die Zusammenhänge herzustellen. Deshalb werden wir am 5. Mai überall auf der Welt eins und eins zusammenzählen.  An vielen Orten, von der dürregeplagten Mongolei bis zum hochwassergeplagten Thailand, von Australien, das vom Feuer verwüstet ist, bis zu Gemeinden im Himalaya, die von der Gletscherschmelze bedroht sind, werden wir Aktionen veranstalten, um alle daran zu erinnern, was in unserer Nachbarschaft passiert. Und bei allen diesen Aktionen, von Kenia bis Kanada, von Vietnam bis Vermont, werden wir Punkte bilden, als Symbol für die einzelnen Ereignisse, die wir zu einem Ganzen zusammenfügen müssen. Einen großen schwarzen Punkt auf einem weißen Transparent, einen „Punkt“ aus Menschen die einander an den Händen halten rund um ein Feld, auf dem die Ernte vertrocknet ist, ein Punkt aus Stoff, der aus der Luft fotografiert wurde – ihr versteht worauf wir hinaus wollen. Wir werden diese Bilder mit der ganzen Welt teilen, um dem Klimawandel ein menschliches Gesicht zu geben – wir werden der Erde einen Spiegel vorhalten und die Menschen zwingen, den verheerenden Auswirkungen des Klimawandels ins Gesicht zu sehen. Wirklich jeder kann an diesem Tag teilnehmen. Die meisten von uns leben nicht in Texas, auf den Philippinen, oder in Äthiopien – Orte, die schwer getroffen sind von den Klimafolgen. Für diese Gemeinden gibt es zahlreiche Wege, um ihre Solidarität mit jenen zu bekunden, die an vorderster Front von der Klimakrise betroffen sind: Manche werden in ihren Gemeinden Präsentationen darüber halten, wie die einzelnen Ereignisse zusammenpassen. Andere werden Projekte organisieren, um die Klimafolgen darzustellen, die auf uns zukommen werden, wenn wir nicht rechtzeitig auf die Krise reagieren. Und wieder andere werden gegenüber den Medien und Politikern vor Ort unserer Empörung darüber Ausdruck verleihen, dass in deren Berichterstattung über „Naturkatastrophen“ die Verbindung zum Klimawandel nicht erklärt wird.  Auf welche Art auch immer du teilnehmen möchtest, wir brauchen deine Stimme in diesem Kampf – und du kannst dich hier anmelden, um deine Aktion vor Ort zu organisieren: www.klimafolgentag.de  Wir sind sicher, dass diese Aktionen sehr stark werden. Aber sie werden auch einer harten Wahrheit Ausdruck verleihen. Für alle von uns, deren Leben beeinträchtigt oder zerstört werden, ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht unsere Schuld ist. Es ist gut so, dass wir wütend werden über diejenigen, die dieses Problem verursachen. Die Erdöl- und Kohleindustrie ist schuld, und wir müssen das allen klar machen. Unser Team bei 350.org arbeitet hart daran, alle diese Puzzleteile – im wörtlichen Sinne – zusammenzufügen zu einem lauten Aufruf zu Taten, und wir werden diesen Aufruf direkt an jene weiterleiten, die ihn am dringendsten hören müssen. Der 5. Mai kommt bald; wir müssen schnell arbeiten. Der Klimawandel schreitet unerbittlich voran, deshalb können wir einfach nicht warten. Die Welt muss verstehen, was hier vor sich geht, und ihr seid diejenigen, die es ihr erklären können. Bitte macht mit – wir brauchen euch um den wichtigsten Weckruf, den die Menschheit je gehört hat, zu sendenwww.klimafolgentag.de Weiter geht’s, Bill McKibben für das gesamte 350.org Team